Whitepaper zu Social Media Monitoring von Landau Media

vom 03 Oktober 2011

Das „Whitepaper Social Media Monitoring“ wurde 2011 von der Medienbeobachtung Landau Media zusammen mit der PR-Agentur Möller-Horcher herausgegeben. Sogenannte Whitepaper von Agenturen finde ich interessant, da sie in aller Kürze einen relativ guten Überblick darüber bieten, wie der Dienstleister Social Media Monitoring versteht und welche konkreten Möglichkeiten er in der Analyse des Social Web bieten kann. Zusätzlich interessant ist, dass das Whitepaper im Rahmen des DPRG Arbeitskreises „Digital Relations/Social Media“ entstand und somit durchaus Vorbildcharakter erwarten lässt.

Nutzungsmöglichkeiten von Social Media Monitoring

Die wichtigsten Nutzungsmöglichkeiten des Social Media Monitoring für Unternehmen sieht das Paper in folgenden Punkten:

  • Information und Überblick
  • Krisenvorbeugung
  • Marktforschung und Wettbewerbsbeobachtung
  • Einstieg für Dialog und Support
  • Networking und Agenda Setting
  • Erfolgsmessung

Social Media Monitoring selbst gemacht
Neben einer Auswahlhilfe des passenden professionellen Monitoring-Dienstleisters gibt das Paper Tipps für einen kostenlosen Einstieg in das Social Media Monitoring bzw. Tools für Unternehmen, bei denen das Ausmaß der Meinungsäußerungen im Social Web vermeintlich überschaubar ist.

Als Beispiele werden Google Blogsearch für Blogs, Icerocket für Blogs und Twitter, sowie Booshaka für Facebook genannt. Als zentrale Datensammlung bieten sich zum Einstieg auch klassische Blogreader oder Dashboard-Lösungen wie beispielsweise Netvibes an. Ein großer Vorteil dieser Social Media Dashboards ist, dass sie teilweise auch zum Veröffentlichen eigener Nachrichten, also zum direkten Antworten, genutzt werden können.

Erfolgsmessung und KPI
Zur oft gestellten Frage der Social-Media-Erfolgsmessung, schreibt das Whitepaper, wie ich finde, sehr treffend:

„Der große Vorteil von Social Media im Vergleich zu den klassischen Medien ist der direkte Zugang zur Zielgruppe und zu deren Aussagen. Deswegen kann Social Media Monitoring die kostenintensive Marktforschung zum Teil ersetzen. Fragestellungen der Outcome-Ebene lassen sich so kostengünstig beantworten. Ein Nachteil gegenüber traditioneller Marktforschung ist die eingeschränkte Repräsentativität der Zielgruppe. Neben den Kosten liegt ein großer Vorteil des Social Media Monitoring in der Authentizität der Kommunikationsinhalte. Die ungezwungene und freie Kommunikationssituation, in der die Äußerungen abgegeben werden, generiert oft sehr ehrliche und ungefilterte Meinungen.“

whitepaper-social-media-monitoring

Fazit
Das 14-seitige Whitepaper erscheint mir gelungen, da auf wenig Raum, Grundsätzliches verständlich und informativ zusammengetragen wird und auch das Thema Erfolgsmessung nicht ausgespart bleibt. Schade ist nur, dass das Dokument nicht im Social Web angeboten wird, beispielsweise bei Slideshare, was die Auffindbarkeit durch Google sicherlich erhöhen würde. Auch die Kommentierung und Bewertung durch die Leser würde so einfacher.

Was ich bei Slideshare jedoch gefunden habe, ist die Präsentation „Web 2.0 Monitoring und Analyse“ von Landau Media, kürzlich hochgeladen vom Twittwoch e.V. und in diesem Zusammenhang sicherlich auch interessant:

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